Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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FREIWILLIGENARBEIT in Ladakh:

Flexibilität, Überraschung und Bereicherung

Regelmäßig bekommen wir als DFLN Anfragen zur Freiwilligenarbeit. Für diejenigen, die in Ladakh Freiwilligenarbeit leisten wollen, ist es sinnvoll, sich vorher eine Anzahl von Punkten vor Augen zu führen.

 

Homestay the Taras

 

Ladakh ist ein buddhistisches Gebiet im Nordwesten des indischen Himalajas. Es ist dort extrem trocken, und die Winter sind sehr kalt. Leh ist die Hauptstadt und zugleich die größte Stadt der Region. Es liegt auf einer Höhe von 3500 Metern, daher ist es sinnvoll, sich die ersten Tage Zeit zu nehmen, um sich zu akklimatisieren.

Das Gebiet ist erst Ende der 1970er Jahre für Touristen geöffnet worden. Der Tourismus wächst ständig weiter und ist zu einer wichtigen Einkommensquelle für die örtliche Bevölkerung geworden.

Im Jahr 1996 gründete die buddhistische Nonne und Ärztin Dr. Tsering Palmo die Ladakh Nuns Association (LNA), um die Stellung der Nonnen in Ladakh zu verbessern. Nonnen erhalten viel geringere Chancen auf eine schulische Bildung und auf Unterweisung in der buddhistischen Lehre als Mönche. Bis vor kurzem waren es Nonnen, die für die Mönche die Hausarbeit erledigten. Oft mussten sie auch ihren Familien bei der Feldarbeit helfen. Häufig hatten die Nonnen auch kein eigenes Kloster, oder dieses war verfallen.

Im Jahr 2003 wurde dann die DFLN gegründet, aus der mit Dr. Tsering Palmo geteilten Überzeugung heraus, dass es neben der Unterrichtung der jungen Nonnen von großer Bedeutung war, dass für ältere Nonnen ein Kloster gebaut würde. Einige von ihnen besaßen bis dahin oft nur ziemlich heruntergekommene Unterkünfte. Sie hatten ein Leben mit schwerer körperlicher Arbeit zurückgelegt, aber keine Gelegenheit gehabt, sich in die buddhistische Lehre zu vertiefen.

Im Jahr 2004 wurde mit dem Bau des Klosters in Nyerma begonnen, das sich etwa 15 Kilometer von Leh entfernt befindet. Die Nonnen, Nachbarn und Freiwillige haben beim Bau mitgeholfen. Seit Neujahr 2006 bewohnen 17 Nonnen das Kloster.

Homestay "The Taras"

Um den Lebensunterhalt der älteren Nonnen zu verbessern, wurde 2007 mit Unterstützung von Cordaid ein Gästehaus gebaut: Das Homstay „The Taras“. Im Sommer 2008 konnten wir die ersten Gäste willkommen heißen.

Das Gästehaus wird von Freiwilligen geleitet, die aus verschiedenen Ländern stammen. Ziel des Projektes ist es, dass die Nonnen das Gästehaus zu einem bestimmten Zeitpunkt selbst leiten können. Im Moment gibt es noch nicht genug Nonnen, die dazu in der Lage wären.

Im Moment ist der Betrieb des Homestays der wichtigste Beitrag, den die Freiwilligen für die Nonnen leisten können. Es ist eine recht vielfältige, aber zugleich auch schwierige Aufgabe. Gäste aus der ganzen Welt zu betreuen, verlangt ein großes Anpassungsvermögen. Die Freiwilligen sorgen für den Vorrat, um Frühstück und Abendbrot bereitstellen zu können, aber sie erhalten dabei Unterstützung von der Äbtissin des Klosters, Dechen, die mit ihrem Auto die schweren Einkaufstaschen von Leh nach Nyerma bringt.

Außer der Leitung des Gästehauses gibt es keine festumrissenen Aufgaben für die Freiwilligen. Um das gleich vorwegzunehmen: Als Ad-hoc-Job eignet sich die Freiwilligenarbeit in Ladakh nicht, sondern für Menschen, die einen Beitrag zum Projekt leisten wollen, in Ladakh sind und Zeit haben, einen Arbeitsbeitrag zu leisten.

Eine Reihe von Nonnen möchte gerne Englisch lernen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt,dass die strukturierte Unterweisung in Englisch in den Sommermonaten nicht so gut ankommt, da in den Sommermonaten die meiste Arbeit anfällt. Auch sind die Nonnen dann oft weg, um woanders bei Gebetszusammenkünften mitzuhelfen. Allerdings schätzen die Nonnen es sehr, mit den Freiwilligen oder Gästen, die sich längere Zeit dort aufhalten, gelegentlich ihr Englisch zu üben.

Was erwarten wir?

Freiwillige, die nach Ladakh gehen, sind Menschen, die sich der kulturellen Unterschiede bewusst und die bereit sind, sich dem Leben vor Ort anzupassen. Es gibt in Ladakh kaum Luxus: Es gibt kein fließendes warmes Wasser und nicht immer Elektrizität. Die sanitären Einrichtungen sind nicht so, wie wir es gewohnt sind.

Es ist wichtig zu wissen, dass Pläne und Absprachen oft anders umgesetzt werden als gedacht. In Ladakh geht man anders mit der Zeit um, als wir es gewohnt sind. Das bringt freilich Überraschungen und abwechslungsreiche Tage mit sich. Es wird nichts durchgeführt wie geplant – Sie können dann nicht erwarten, dass es jemanden gibt, der für Sie eine Lösung findet.

Flexibilität und Geduld sind daher wichtige Eigenschaften.

Es ist wichtig, dass Sie auf festen Füßen stehen und sich auf sich selbst verlassen können, da es in Ladakh nicht immer jemanden gibt, an den Sie sich wenden können. Darum versuchen wir in der Hochsaison im Juli und August, das Gästehaus durch zwei Freiwillige zusammen leiten zu lassen. Meistens klappt das hervorragend, sogar dann, wenn die beiden sich vorher noch nicht kannten.

Was bieten wir?

Bekanntschaft und Zusammenarbeit mit besonderen Menschen in einer besonderen Umgebung. Durch Ihre Anwesenheit und Mitarbeit lernen Sie die fröhliche, entspannte Atmosphäre dort kennen, aber auch Probleme, mit denen die Nonnen zu kämpfen haben. Sie machen Bekanntschaft mit dem täglichen Leben der buddhistischen Nonnen – und ganz neue Erfahrungen.

Aus den Reaktionen der Freiwilligen geht hervor, dass die Lebensweise der Nonnen und die Arbeit im Gästehaus als eine Bereicherung des eigenen Lebens angesehen werden. Manche fühlen sich den Nonnen und dem Ort so verbunden, dass sie noch nach vielen Jahren zurückkehren, um das Gästehaus zu leiten. Ihnen steht während Ihres Aufenthaltes ein Zimmer zur Verfügung, das Sie sich mit einem zweiten Freiwilligen teilt. Alle Mahlzeiten – die Sie selbst zubereiten – sind für Sie ebenfalls umsonst.

Für weitere Informationen zum Betrieb des Gästhauses nehmen Sie bitte Kontakt mit Aniek Jaartsveld auf.

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