Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Medikamente für Ladakh

Kurz nach der Flut-Katastrophe im letzten Sommer besuchte Giny ten Brummelhuis, ehemalige Vorsitzende der DFLN, Ladakh. Sie war erschüttert über die von der Flut verursachte Verwüstung und ihre Folgen für die lokale Bevölkerung. Als Reaktion organisierte sie zusammen mit ihrer Familie und Freunden eine Spendenaktion, um Geld für Medikamente für Ladakh zu sammeln.

In ihrem untenstehenden Brief erfahren Sie mehr über Ginys Spendenaktion, die insgesamt 530 € einbrachte! Der Betrag wurde von der DFLN nach Indien überwiesen und hat die finanzielle Unterstützung ergänzt, die die DFLN der Ladakh Nuns Association unter der Leitung von Dr. Tsering Palmo gewährt hat, um denen zu helfen, die durch die Flut obdachlos gewordenen sind oder Familienangehörige verloren haben.

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Aktion: Medikamente für Ladakh

Brief von Giny ten Brummelhuis, Gouda, 27. Dezember 2010

Liebe Familie und liebe Freunde und Bekannte,

Wie viele von Euch wissen, war ich vor Kurzem in Ladakh (im nordwestindsichen Himalaya). Ich kam am 15. August an. Am 5. August hatte sich eine Naturkatastrophe größeren Ausmaßes ereignet. In der Nacht vom fünften auf den sechsten August ging eine Schlammlawine aus 6000 Meter Höhe nieder und begrub auf ihrem Weg Felder, Häuser und auch Menschen unter sich. Ergebnis: 200 Tote und 70 Vermisste, große Schäden an Häusern, Straßen, in der Strom- und Wasserversorgung, sowie großes psychisches Leid, das mit Worten nicht zu beschreiben ist.

Ich war drei Wochen dort und habe eine Großteil des Geldes, das Ihr mir zur Verfügung gestellt hattet, spontan für Lebensmittel, Zelte und für die Reparatur der Dächer ausgegeben. Es hat gut getan, so große Unterstützung zu erfahren und zu fühlen, dass ich nicht allein bin. Zwei Wochen habe ich im Kloster der Ladakh Nuns Association gewohnt, was nicht sehr komfortabel war. Das Dach war kaputt und zwei Wochen habe ich in einem verstaubten Bett geschlafen, weil die "Arbeiter" mit der Reparatur des Daches beschäftigt waren, wobei eine Menge Staub und Lehm freigesetzt wurde. Dort bin ich auch krank geworden, und es war schlimm, mich mitten in der Nacht übergeben zu müssen und Durchfall zu haben, ohne dass es Strom und Wasser gab, um danach wieder sauber zu machen.

Aber ich war trotzdem froh, dort zu sein, da es auch viele schöne Momente gab. Die Freude aller Nonnen darüber, dass die weißen Europäer nach der Katastrophe zu ihnen gekommen waren ("Warum bist du gekommen? Es ist Dein Urlaub, Du könntest jetzt in der Sonne sein!")! Dr. Palmo hat mich in Familien mitgenommen, die ein Familienmitglied verloren hatten. So unterschiedlich in anderen Kulturen auch um einen Verstorbenen getrauert wird, ist Leid doch universell, und es bedarf keiner großen Worte in diesen Momenten. Sehr berührend.

In diesen Wochen habe ich einen Medikamente-Trek durch den Himalaja unternommen. Mit einem Lkw sind wir mit sechs Nonnen eines Vormittags fast sechs Stunden gefahren - auf Straßen, die keine Straßen mehr waren, sondern Wege voller Schlaglöcher. Überall zerstörte Häuser. Dann sind wir weiter nach Osten gefahren, wo es okay war – in Richtung des höchsten Passes der Welt, des 5600 Meter hohen Kardong-La-Passes, um Heilpflanzen zu suchen. In den höheren Gebieten können viele Heilpflanzen gefunden werden, aber es ist anstrengend, mit einem Rucksack auf dem Rücken in Schlappen über nasse Steine zu gehen, und so zu kraxeln und zu klettern. Ich habe mich daran beteiligt, Wurzeln aus dem Boden zu graben. Ab einem gewissen Punkt haben mich die Nonnen ins Lager zurückgeschickt, umd das Essen vorzubereiten, weil die Arbeit zu gefährlich wurde. Während des Mittagessens schneite es plötzlich, ohne dass wir ein Zelt über dem Kopf gehabt hätten, und dann schien im nächsten Moment wieder die Sonne. Anschließend haben wir den Yakdung gesammelt, der im Winter als Brennstoff verwendet wird.

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Dies war mein fünfter Besuch in Ladakhm, und noch nie habe ich so ein wechselhaftes Wetter gesehen. Normalerweise bleiben die Monsunwolken immer in den Bergen hängen, weshalb Ladakh eher wie eine Wüste ist, aber durch die globale Erwärmung steigen die Wolken auch über die Berge und lassen es fürchterlich regnen. Die Befürchtung ist, dass das im nächsten Jahr erneut geschehen könnte.

Am Sonntag hält Dr. Palmo ihre Sprechstunde in Leh ab. Dr. Palmo ist nach tibetischer Medizin ausgebildete Ärztin und empfängt am Tag im Durchschnitt etwa 50 Personen, um sie zu beraten, Puls- und Zungendiagnosen vorzunehmen, und nach der Katastrophe viel zu reden und Trost zu spenden. Dr. Palmo behandelt auch die ärmsten Menschen in Leh, fast die niedrigste Kaste Indiens. Die Tibeter haben keine Status, da sie immer noch als Flüchtlinge behandelt werden. Die Menschen sind dankbar, dass die die LNA soviel für sie tut. Dr. Palmo ist es wichtig, dass die LNA einen Beitrag dazu leistet, dass sich die Ladakhis und Tibeter Gesundheitsvorsorge leisten und zu ihr kommen können. Diese Menschen sind sehr arm, auch in den Slums in Leh, und Dr. Palmo behandelt sie beinahe umsonst. Die LNA hat so gut wie keine eigenen Einkünfte. Sie ist im Moment mit der Miete für ihre Praxis im Rückstand, ein kleines Wartezimmer mit Empfangstisch und einem Behandlungszimmer.

Dr. Palmo lässt ihre Patienten 20 Rupien (etwa 30 Cent) für die Beratung zahlen. Medikamente (Kräuterpulver und Pillen) sind kostenlos. Dr. Palmo sagte, dass sie und der LNA wirklich geholfen wäre, wenn die Medikamente bezahlt werden könnten. Sie sagte auch, dass nach der Flutkatastrophe viele Menschen einen Schock erlitten haben und unter Depressionen leiden. Wenn die Medikamente aufgebraucht sind, muss wieder ein Wagen mit Fahrer gemietet werden, um erneut auf 6000 Metern Höhe nach Heilpflanzen zu suchen. Die Einkünfte durch die Beratungen reichen gerade aus, um die Miete zu zahlen.

bewerken planten

Die Kosten für die Medikamente bestehen im Wesentlichen aus den Kosten für Wagenmiete und Fahrer. Leh liegt auf 3500 Metern Höhe, und bis auf 5600 Meter hinauf, wo die Pflanzen wachsen, die für die Medikamente benötigt werden, kann man nicht zu Fuß gehen. Manchmal müssen die Nonnen auch in einem Hotel übernachten, wenn sie 2 oder 3 Tage unterwegs sind, um Heilpflanzen zu suchen. Es wird zudem immer schwieriger, Heilpflanzen zu finden. Nach dem Sammeln werden einige tibetische Frauen angeheuert, die die Pflanzen säubern und zu Pulver verarbeiten. Es ist eine gewaltige Arbeit, die mehrmals im Jahr geleistet werden muss.

Ich möchte Sie bitten, einen Beitrag zur medizinischen Versorgung der ladakhischen und tibetischen Bevölkerung Ladakhs zu leisten, die dringend benötigt wird. Für nur 5 Euro können Medikamente für drei Monate für drei Personen erworben werden!

Sie können Ihre Spende auf dieses Konto überweisen:

Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

Kontonummer: 390100560 bei der Triodos Bank in Boornbergum
IBAN: NL60TRIO0390100560
BIC: TRIONL2U
Verwendungszeck: Medikamente für Ladakh

Im Namen der Nonnen in Ladakh vielen Dank,
Giny ten Brummelhuis

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