Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Diesmal war ich mit einer Gynäkologin aus den Vereinigten Staaten, Dr. Mary Wellhoner, auf Reisen, die viel dazu beigetragen hat, den Druck des Buches "Healthy Bodies Healthy Minds" zu bewerkstelligen. Es wurden 3500 Bücher gedruckt, wovon ein Großteil während der Unterweisungen des Dali Lamas in Bodghaya an die anwesenden Nonnen verteilt wurde.

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Der Rest der Bücher wurde nach Ladakh gesendet, wo ungefähr 1300 Nonnen leben. Mary und ich hatten es uns zur Aufgabe gemacht, erst nach Zanskar zu fahren, den entlegensten Teil Ladakhs, um dort sowohl Bücher zu verteilen, als auch Workshops zu veranstalten. Ich war vorher noch nie dort gewesen, die Reise dorthin war mir immer zu lang gewesen. Aber wenn man dort hunderte von Büchern verteilen und Nonnenkloster besuchen kann, ist das noch einmal eine ganz andere Geschichte.

Mit dem Bus unterwegs

Henk Thoma, ein Niederländer, der zusammen mit Thinles ein Reisebüro betreibt, hatte für uns einen Bus organisiert: für die beiden Nonnen aus Gephel, die die Workshops organisieren sollten, für Mary, ihre Tochter, deren Freundin und für mich. Ein großer Vorteil war, das sich herausstellte, dass Thinles die stellvertretende Vorsitzender der Ladakh Buddhist Association ist, da sie uns in dieser Eigenschaft einen Brief für die Taxi-Vereinigung von Zanskar schreiben konnte. Normalerweise müssen Touristen, die nach Zanskar reisen, die dortigen Taxis benutzen, aber da wir mit einer Mission unterwegs waren, durften wir unseren eigenen Bus benutzen.

Wir sind um fünf Uhr morgens losgefahren und kamen gegen sechs Uhr abends in einem Dörfchen ganz in der Nähe der Stadt Kargil an, die direkt an der pakistanischen Grenze liegt. Am Tag drauf brauchten wir weitere zwölf Stunden, um in Pardum anzukommen – ohne dass es unterwegs die geringste Möglichkeit gab, anzuhalten und etwas zu essen. Aber wir hatten genug Kräcker und dergleichen dabei, um den Tag über durchzuhalten. Unterwegs hielten wir ein paar Mal an, um hinter dem Bus Wasser zu lassen, immer in der Hoffnung, dass von der anderen Seite kein Verkehr vorbeikommen würde, um unsere blanken Hintern zu bewundern.

In Padum hatten wir zu unserer großen Überraschung ein Hotel mit WEICHEN Betten und mit einer super Bedienung. Wir blieben vier Nächte, und an jedem Tag sind wir mit dem Bus in ein anderes Kloster gefahren. Niemand wusste, dass wir kamen, Telefonverbindungen zu den Klöstern gibt es kaum, es war also ein Glücksspiel. Aber es stellte sich heraus, dass gerade die älteren Nonnen sehr interessiert an den Büchern waren. Es gab eine Menge Gelächter beim Anblick einer Vagina, auch offene Fragen, und Saldon hatte keine Scheu, die Fragen zu beantworten.

All dies waren wunderbare Erfahrungen mit echten ladakhischen Sprüchen wie etwa: "Oh, das Kloster liegt ganz nah am Weg" - nur um dann über beinahe unbefahrbare Wege 20 Kilometer in die Berge fahren und dann noch ein Stück laufen zu müssen, um schließlich bei einem abgelegenen Kloster anzukommen.

Der Rückweg

Der Rückweg schien glatt zu laufen, bis wir einen Platten bekamen. Der Reservereifen war nicht aufgeblasen, so dass der eine der beiden Fahrer loslaufen musste, um Hilfe zu suchen.

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Der zweite machte sich schließlich in einem Taxi mit dem Reifen und allem Drum und Dran auf die Suche nach einer Werkstatt.

In der Zwischenzeit saßen wir sechs Stunden lang im immer kälter werdenden Wind und warteten. Schließlich fragte ich die Nonnen, ob wir eine Tara Puja (Gebet) abhalten sollten, vielleicht würde das helfen? Und sofort begannen sie frei zu singen, und nach etwa einer Viertelstunde (wir hatten die Fahrer wegen der Entfernungen noch lange nicht zurück erwartet) brach Saldon mitten im Gesang ab und rief: „Da sind sie!“ Muskit, die zweite Nonne, half dabei, den Reifen wieder aufzuziehen, und dann waren wir innerhalb von zehn Minuten wieder auf dem Weg.

Doch das bedeutete, dass wir erst gegen elf Uhr nachts in Mulbek waren, wo wir übernachten sollten. Ich saß vorne beim Fahrer, und war ab vier Uhr morgens wach. Während hinten im Bus jeder schlief, hatte ich das Gefühl, Tashi, den Fahrer, mit gelegentlichen Bemerkungen wach halten zu müssen. Doch bis wir endlich ankamen, war ich weit über meine Kräfte gegangen. Am Tag darauf setzte ich mich hinten in den Bus und döste die ganze Fahrt lang, so dass ich recht ausgeruht war, als wir in Leh ankamen.

Zurück in Leh

Am Samstag sind wir zum Central Institute for Buddhist Studies gegangen, wo ungefähr 100 Nonnen und 200 Mädchen studieren.

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Die Bücher sollten eigentlich nur für die Nonnen sein, aber die Mädchen vertieften sich gleich darin und ließen gar nicht mehr davon ab. Also haben wir eine Liste erstellt, um den Nonnen, die kein Buch bekommen hatten, nachträglich noch eines zu besorgen.

Es war ein ganz ereignisreicher Termin, bei dem es vor allem hinterher noch viele offen Fragen an Mary, ihre Tochter und deren Freundin gab, die auch die Untersuchung durchführten, bei der jeder sich testen ließ, ganz ähnlich wie sie es in Zanskar getan hatten. Es bildeten sich kleine Gruppen, zu denen ich mich dazu gesellte, und schon bald kamen Fragen über schmerzende Brüste und starke Menstruationen.

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Danach waren wir bei der Ladakh Nuns Association, wo wir auch einen Workshop veranstaltet haben. Alle Nonnen bekommen je ein Buch auf Tibetisch und auf Englisch, auch die jüngeren Nonnen.

Buddhabilder

In einer Ecke wo ein Künstler ein Buddhagesicht anmalte, entdeckten wir drei prächtige Buddhabildnisse, die dem Dalai Lama zum Geschenk gegeben werden sollen, wenn er im nächsten Monat in Ladakh sein wird. Er wird dann ein Männerkloster aufsuchen, wurde uns berichtet. "Natürlich!", rief ich. "Warum nicht auch in ein Frauenkloster?" Die müssen erst noch einen Tempel errichten, hieß es. Thinles, die ich bereits früher erwähnte, sagte, dass die Ladakh Buddhist Association diese Bilder geschenkt bekommen hatte, und dass sie sie nun dem Dalai Lama mit der Bemalung schenken wolle. Gestern haben Mary und ich jedoch einen Brief geschrieben, um sie freundlich zu fragen, jedem der drei Frauenkloster hier ein Bild zu schenken. Wir sind gespannt.

Mary ist heute abgefahren und ich gehe jetzt in unser "Homestay" in Nyerma, um einmal mit den Nonnen dort zu reden, dazu bin ich bisher noch nicht gekommen.

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Herzliche Grüße aus Ladakh!
Marlies Bosch
4. Juli 2012

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